Der Commodore 64 ist wieder da

Während der Name Commodore 64 jüngeren Spielern nichts mehr sagt, horchen ältere Computerspieler auf, wenn es um Neuigkeiten zu diesem Gerät geht. Der Commodore 64 war einer der ersten Heimcomputer, der es in den Massenmarkt geschafft hatte, wobei er allerdings hauptsächlich für Computerspiele genutzt wurde. Das von 1982 bis 1994 produzierte Gerät verfügte über 64 Kilobit Hauptspeicher und keinerlei Massenspeicher. Aus heutiger Sicht ist dies natürlich absolut lächerlich und es ist vielen Menschen ein Rätsel, wie auf einem solchen Gerät überhaupt irgendwelche Computerspiele laufen konnten. Zubehörartikel, wie Datasette, Joystick und ein externes Diskettenlaufwerk machten den Commodore 64 jedoch für eine ganze Generation von Computerspielern zum Favoriten unter den damals erhältlichen Geräten. Schätzungen sprechen von bis zu 30 Millionen verkauften Geräten dieses Typs. Echten Fans von damals sind noch die Namen der Spiele in Erinnerung, die man auf dem Commodore 64 gespielt hat. Erste Versionen von Sim City gehörten ebenso dazu, wie der Spielhallen-Klassiker Frogger und zahlreiche Sportspiele.

2018 war das Jahr der Rückkehr für den C64

Nachdem er technisch veraltet war und von modernen PCs verdrängt wurde, war es viele Jahre still geworden um den Commodore 64. Außer nostalgischen Kommentaren treuer Anhänger und einige Fan-Webseiten gab es keine Neuigkeiten von dem auch als Brotkasten bezeichneten Heimcomputer der 1980er und 1990er Jahre. Im Jahre 2018 änderte sich dies jedoch schlagartig, als die Firma Retro Games verkündete eine Mini-Version des C64 auf den Markt zu bringen, welche wie früher an den Fernseher angeschlossen werden kann. Das Kleinmodell des Commodore 64 ist dabei nur halb so groß wie das Original, verfügt über einen HDMI und 2 USB-Anschlüsse und kommt bereits mit 64 vorinstallierten Computerspielen zu seinem Nutzer. Technisch gesehen ist diese Ankündigung natürlich keine Neuerung, die Fans des C64 waren trotzdem begeistert.

Spiele ohne perfekte Grafik

Die mitgelieferten Spiele der Commodore 64 Mini-Edition überzeugen nicht durch besonders gute Grafik. Musik und Toneffekte sind simpel und die Spiele sind alle relativ einfach und ohne große Handlung. Die Fans stört dies jedoch nicht. Nostalgie und die vertraute Umgebung des C64 bedeuten ihnen deutlich mehr. Dies beweist auf schöne Art, dass es beim Spielen eben nicht nur auf komplizierte Handlung und tolle Grafik ankommt. Die einfachen Computerspiele des C64 haben seinen Fans bereits in der Vergangenheit viele schöne Stunden puren Spielspaß beschert, und die technische Weiterentwicklung ändert nichts daran, dass diese Spiele auch in der Gegenwart noch ihren Charme haben.

Der C64 als Superschnäppchen

Spieler, die den Commodore 64 in den 1980er Jahren gekauft haben, mussten dafür tief in die Tasche greifen. Der Rechner an sich, ohne Diskettenlaufwerk und weiteres Zubehör kostete bei der Markteinführung fast 1500 Deutsche Mark. Dazu kamen die Kosten für Datasetten- oder Diskettenlaufwerk und die Spiele. Die neue Mini-Version des C64 kostet nur circa 80 Euro und enthält schon zahlreiche Spieleklassiker vergangener Zeiten. Auch dies ist ein weiterer Grund, warum die Fans dieses Gerätes hier bestimmt gerne zuschlagen werden.

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